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THERM4YOU Ratgeber – Spartipps

Gasverbrauch senken: So stellen Sie Ihre Therme richtig ein

Die meisten Thermen laufen jahrelang mit den Werkseinstellungen – und verheizen dabei bares Geld. Vier Stellschrauben entscheiden über Ihren Gasverbrauch: Raumtemperatur, Vorlauftemperatur, Warmwassertemperatur und Nachtabsenkung. Mit dem Spar-Check unten sehen Sie für jede davon, was sie bringt, welche Werte sinnvoll sind – und wie Sie sie gefahrlos selbst anpassen.

Die Stellschrauben:RaumtemperaturVorlauftemperaturWarmwasserNachtabsenkung
Hand stellt Heizkörperthermostat ein – Gasverbrauch senken
Gasrechnung zu hoch?1 Grad = rund 6 %Stufe 5 heizt nicht schneller

Die kurze Antwort

Beim Gassparen denken die meisten an frieren – dabei liegt das größte Potenzial in der richtigen Einstellung von Therme und Thermostaten, ganz ohne Komfortverlust. Die bekannteste Faustregel der Energieberatung: Jedes Grad weniger Raumtemperatur senkt den Heizenergieverbrauch um rund sechs Prozent. Dazu kommen Vorlauftemperatur, Warmwassertemperatur und das Zeitprogramm – vier Stellschrauben, die Sie größtenteils selbst drehen können.
Zwei Dinge vorweg: Stufe 5 am Thermostat heizt nicht schneller – sie heizt nur weiter, bis der Raum überhitzt ist. Und eine noch so clevere Einstellung nützt wenig, wenn die Therme selbst ineffizient läuft: Ablagerungen am Wärmetauscher wirken wie eine Isolierschicht und treiben den Verbrauch unabhängig von allen Reglern nach oben.
Der Spar-Check unten führt Sie durch alle vier Stellschrauben – mit Richtwerten, Schritt-für-Schritt-Anleitung und dem Hinweis, wo besser der Profi ran sollte.
Spar-Check

Die vier Stellschrauben Ihrer Therme

Wählen Sie eine Stellschraube – und Sie sehen, was sie bringt, welche Werte sinnvoll sind und wie Sie sie Schritt für Schritt anpassen.

Das bringt es

Der größte Hebel: Jedes Grad weniger senkt den Heizenergieverbrauch um rund 6 % – die klassische Faustregel der Energieberatung. Von 23 auf 21 Grad sind das schon spürbare Beträge auf der Jahresrechnung.

Sinnvolle Werte

Wohnräume 20–22 °C, Schlafzimmer 16–18 °C, wenig genutzte Räume rund 16 °C. Thermostatstufe 3 entspricht etwa 20 °C – Stufe 5 heizt nicht schneller, nur wärmer.

So stellen Sie es ein
  • 1Thermostate bewusst auf die Zielstufe stellen statt voll aufzudrehen – der Raum wird gleich schnell warm, überhitzt aber nicht.
  • 2Türen zwischen unterschiedlich warmen Räumen geschlossen halten, sonst heizt das Wohnzimmer das Schlafzimmer mit.
  • 3Heizkörper freihalten (keine Möbel oder Vorhänge davor) und bei Gluckern entlüften – die Anleitung gibt's in unserem Heizkörper-Ratgeber.
Gut zu wissen

Räume nicht unter etwa 16 °C auskühlen lassen: Zu kalte Wände ziehen Feuchtigkeit an – dann spart man beim Gas und zahlt beim Schimmel drauf.

Unsicher bei Vorlauf, Heizkurve oder Speicher? Beim Gastherme Service stellt unser Techniker Ihre Therme gleich optimal ein – passend zu Gerät, Wohnung und Ihren Gewohnheiten.

+43 1 361 69 92Einstellung vom Profi

Gasverbrauch senken: Was hinter den Einstellungen steckt

Warum ein Grad weniger rund sechs Prozent spart

Der Wärmeverlust einer Wohnung hängt direkt vom Temperaturunterschied zwischen innen und außen ab: Je wärmer die Räume, desto mehr Wärme entweicht über Wände, Fenster und Lüftung – und desto mehr muss die Therme nachliefern. Daraus ergibt sich die Faustregel der Energieberatung: Pro Grad weniger Raumtemperatur sinkt der Heizenergieverbrauch um rund sechs Prozent. Das Schöne daran: Zwischen 22 und 20 Grad liegt für die meisten kein Komfortverlust, aber ein deutlicher Unterschied auf der Jahresabrechnung.

Brennwerttherme und Vorlauftemperatur: Der unterschätzte Hebel

Brennwertthermen holen zusätzliche Wärme aus dem Abgas, indem sie den darin enthaltenen Wasserdampf kondensieren lassen. Das funktioniert aber nur, wenn das Rücklaufwasser kühl genug ist – sprich: bei niedriger Vorlauftemperatur. Läuft die Therme werkseitig auf hohen Temperaturen, verschenkt sie genau den Effizienzvorteil, für den sie gebaut wurde. Die Regel lautet: so niedrig wie möglich, so hoch wie nötig. Wer über Außenfühler und Heizkurve regelt, lässt die Feinabstimmung am besten vom Profi machen – falsch eingestellt frieren Sie entweder oder verheizen unnötig Gas.

Warmwasser: Sparen ja, aber nicht bei der Sicherheit

Beim Warmwasser entscheidet das System: Kombithermen, die das Wasser im Durchlauf erwärmen, kommen meist mit 50 bis 55 Grad aus – das spart Energie und bremst die Verkalkung, die beim harten Wiener Wasser ohnehin ein Dauerthema ist. Warmwasserspeicher und Boiler sind ein anderer Fall: Hier steht das Wasser, und in lauwarmem, stehendem Wasser können sich Legionellen vermehren. Deshalb gilt für Speicher: nicht unter 60 Grad. Gespart wird dort über Dämmung, Zirkulationszeiten und ein sauber eingestelltes Ladeprogramm – alles Punkte, die beim Service mitgeprüft werden.

Nachtabsenkung: Wann sie sich lohnt – und wann kaum

Je schlechter ein Gebäude gedämmt ist, desto mehr bringt die Nachtabsenkung – im Wiener Altbau also deutlich mehr als im sanierten Neubau, der seine Wärme ohnehin lange hält. Wichtig ist das Maß: Absenken auf 16 bis 18 Grad ja, komplett abschalten nein. Eine ausgekühlte Wohnung braucht viel Energie zum Wiederaufheizen, und kalte Wände ziehen Feuchtigkeit an – das Schimmelrisiko steigt. Für Urlaub und längere Abwesenheit haben moderne Thermen eigene Programme, die genau diesen Spagat automatisch lösen.

Entlüftete Heizkörper und richtiger Wasserdruck als Basis

Die beste Einstellung läuft ins Leere, wenn die Hydraulik nicht stimmt: Luft im Heizkörper verhindert, dass er richtig warm wird – die Therme arbeitet dann mehr, als sie müsste. Gluckernde oder oben kalte Heizkörper gehören deshalb entlüftet; wie das geht, zeigt unser Ratgeber "Heizkörper wird nicht warm". Danach lohnt der Blick aufs Manometer: Der Wasserdruck sollte im Bereich von 1 bis 2 bar liegen. Wie Sie richtig nachfüllen, steht im Ratgeber "Therme verliert Wasserdruck".

Der größte Verbrauchstreiber: die ungewartete Therme

Alle Stellschrauben zusammen nützen wenig, wenn das Gerät selbst ineffizient arbeitet. Ruß und Ablagerungen am Wärmetauscher wirken wie eine Isolierschicht zwischen Flamme und Heizwasser: Die Therme verbrennt Gas, aber ein Teil der Wärme kommt nie im Heizkreis an. Beim jährlichen Gastherme Service werden Brenner und Wärmetauscher gereinigt, die Verbrennung gemessen und optimal eingestellt – und auf Wunsch gleich Vorlauf, Warmwasser und Zeitprogramm an Ihre Wohnung angepasst. Das Service gibt es ab 99 € inklusive Anfahrt.
THERM4YOU Einsatzfahrzeug
Einstellen lassen statt raten

Beim Service ab 99 € stellen wir Ihre Therme gleich optimal ein

Brenner und Wärmetauscher gereinigt, Verbrennung gemessen, Vorlauf, Warmwasser und Zeitprogramm an Ihre Wohnung angepasst – so holt Ihre Therme aus jedem Kubikmeter Gas das Maximum heraus. Ein Termin vor der Heizsaison, und Sie sparen den ganzen Winter.

Sparen mit Hausverstand – Do's und Don'ts

Das spart wirklich
✓ Raumtemperatur bewusst wählen – jedes Grad weniger spart rund 6 %
✓ Vorlauftemperatur schrittweise absenken und beobachten
✓ Nachtabsenkung auf 16–18 °C mit Zeitprogramm nutzen
✓ Heizkörper entlüften, freihalten und Wasserdruck prüfen
✓ Jährliches Service – saubere Therme heißt effiziente Therme
Das geht nach hinten los
✗ Thermostat auf Stufe 5, "damit es schneller warm wird" – wird es nicht
✗ Heizung nachts oder im Urlaub komplett abschalten – Auskühlung und Schimmelrisiko
✗ Warmwasserspeicher unter 60 °C stellen – Legionellengefahr
✗ Räume dauerhaft unter 16 °C auskühlen lassen
✗ An der Heizkurve experimentieren, ohne zu wissen, was sie tut

Häufige Fragen zum Gassparen mit der Therme

Heizt Stufe 5 am Thermostat schneller?

Nein. Das Thermostatventil kennt nur offen oder zu – es öffnet bei Stufe 3 genauso weit wie bei Stufe 5, der Heizkörper wird also gleich schnell warm. Der Unterschied: Bei Stufe 5 schließt das Ventil erst bei rund 28 Grad Raumtemperatur. Wer aufdreht und das Abdrehen vergisst, überheizt den Raum und verheizt Geld.

Soll ich die Heizung nachts ganz abschalten?

Besser nicht. Absenken auf 16 bis 18 Grad spart, ohne dass die Wohnung auskühlt. Komplett abschalten bringt selten mehr: Das Wiederaufheizen frisst einen Teil der Ersparnis, und kalte Wände ziehen Feuchtigkeit an – das erhöht das Schimmelrisiko, besonders im Altbau.

Welche Warmwassertemperatur ist richtig?

Das hängt vom System ab: Bei Kombithermen, die das Wasser frisch im Durchlauf erwärmen, reichen meist 50 bis 55 Grad. Bei Warmwasserspeichern und Boilern gilt aus Legionellenschutz: nicht unter 60 Grad. Im Zweifel sagt Ihnen unser Techniker beim Service, welches System Sie haben und welche Einstellung passt.

Was stelle ich bei Urlaub oder längerer Abwesenheit ein?

Moderne Thermen haben einen Urlaubs- oder Abwesenheitsmodus: Die Heizung läuft auf Sparflamme, der Frostschutz bleibt aktiv, und zum Rückkehrdatum wird normal aufgeheizt. Das ist die bessere Wahl als das komplette Abschalten – gerade im Winter, wenn sonst Leitungen einfrieren können.

Bringt das jährliche Service wirklich etwas für den Verbrauch?

Ja – und oft mehr als alle Reglereinstellungen zusammen. Ablagerungen am Wärmetauscher wirken wie eine Isolierschicht: Die Therme verbrennt Gas, aber die Wärme kommt schlechter im Heizwasser an. Beim Service wird gereinigt, gemessen und eingestellt – ab 99 € inklusive Anfahrt. Alle Details dazu auf unserer Seite zum Gastherme Service.

Ich wohne zur Miete – darf ich die Therme überhaupt umstellen?

Raumtemperatur, Zeitprogramm und Warmwassertemperatur dürfen Sie als Mieter selbstverständlich anpassen – das ist normale Bedienung, kein Eingriff ins Gerät. Arbeiten am Gerät selbst sind Sache des Fachbetriebs; wer Reparaturen und größere Eingriffe bei einer mitvermieteten Therme zahlt, erklärt unser Ratgeber "Thermenreparatur – wer zahlt?".

Sparen beginnt mit einer sauber eingestellten Therme.

Ein Service-Termin vor der Heizsaison – und Ihre Therme läuft gereinigt, gemessen und optimal eingestellt durch den Winter. Für Wien, Niederösterreich und das Burgenland, ab 99 € inklusive Anfahrt.

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